Volksbank RheinAhrEifel weiht Basaltskulptur „Forest of black dancers“ am Verwaltungssitz Mayen ein

Kunstwerk von Matthias Contzen für den neu gestalteten Parkplatz

Auf dem neu gestalteten Parkplatz der Volksbank RheinAhrEifel in Mayen weihten die Bankvorstände Elmar Schmitz (5.v.l.), Sascha Monschauer (6.v.r.) und Markus Müller (3.v.r.) gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Mayen Wolfgang Treis (3.v.l.), dem Bürgermeister Rolf Schumacher (2.v.r.) und Vertretern der Stiftung Lapidea für Kunst und Kultur wie der Vorsitzender Albert Nell (4.v.r.) und der stellvertretende Vorsitzende Friedhelm Kohlbecher (1.v.l.) die Basaltsäule „Forest of black dancers“ ein.

Mayen – 26.06.2017. Im Rahmen ihres Neu- und Umbauprojekts am Verwaltungssitz Mayen hat die Volksbank RheinAhrEifel ihren Parkplatz neu gestaltet. Vervollständigt wird er ab sofort durch die Basaltsteinskulptur „Forest of black dancers“ des Künstlers Matthias Contzen, die jetzt feierlich eingeweiht wurde. „Dieses schöne Basaltkunstwerk verlässt zwar die Geburtsstätte seines Entstehens – den Skulpturenpark der Stiftung Lapidea – aber es verlässt nicht seine Heimat“, so Elmar Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel bei der Enthüllung. „Als Zeichen unserer Verbundenheit mit Kunst, Kultur und passend zu unserem Motto ‚Wir sind Heimat‘, freuen wir uns sehr darüber, an unserem umgebauten Verwaltungssitz Mayen ein unvergängliches Kunstwerk unserer Heimat unseren Kunden präsentieren zu dürfen.“ Zur Einweihung kamen unter anderem Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis sowie Albert Nell, Vorsitzender der Stiftung Lapidea, der den Künstler vorstellte. Der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, Friedhelm Kohlbecher, übernahm die Vorstellung des Kunstwerks.


Befreite Tänzerinnen aus Stein
Die Skulptur aus Basaltlava entstand 2006 im Rahmen eines Naturstein-Symposiums der Stiftung Lapidea für Kunst und Kultur und stand seitdem im Skulpturenpark der Stiftung in Mayener Grubenfeld. Sie ist 2,50 Meter hoch, 90 Zentimeter breit und 80 Zentimeter tief. Geschaffen wurde sie von Matthias Contzen. Er war zwischen 1996 und 1998 einer der letzten Absolventen der Steinmetz-Fachschule in Mayen und bewarb sich um die Teilnahme an einem der alle drei Jahre stattfindenden Symposien der Stiftung. Für seine Arbeiten bevorzugt der Künstler meist harte und dunkle Steine, da seine grazil und subtil angelegten Formen bei einem weichen Stein nicht möglich sind. Dementsprechend wählte er auch eine Basaltlava-Säule für „Forest of black dancers“ aus, weil sich mit diesem Material Formen und Schattierungen besser verwirklichen lassen. „Der Titel für das Kunstwerk ist mir spontan eingefallen. Er nimmt Bezug auf die anmutigen Tänzerinnen, welche bis zu ihrer ‚Befreiung‘ im Stein verborgen waren. Durch meine Arbeit am Stein habe ich sie sozusagen zusammen mit dem wunderschönen Märchenwald, in dem sie entstanden sind, befreit“, erklärt Matthias Contzen. Die Skulptur stelle genau das dar, was der Betrachter mit seiner Fantasie erkennen möchte, so der Künstler weiter. „Ich wollte zeigen, dass aus dem augenscheinlich dunklen, leblosen Stein, der unserer Planet vor Urzeiten war, auf wundersame Weise all das Leben, die Natur, die Wälder und letztendlich auch der Mensch entstanden ist. Die Skulptur ist also eine Huldigung der Natur mit all ihrem schöpferischen Potenzial.“ Entstanden ist sie innerhalb von rund vier Wochen mit Hilfe von Winkelschleifer, Diamant- und Topfscheiben, Presslufthammer, Meißel und Sprengeisen. Alleine um die Oberflächen der Außenhaut zu polieren waren zwölf Arbeitsschritte erforderlich.
Matthias Contzen studierte von 1987 bis 1988 an der Akademie der Schönen Künste in Trier und stellte dort auch zum ersten Mal aus. Im Anschluss folgten eine Steinbildhauerlehre in München, eine Design-Ausbildung sowie ein Fotografie-Lehrgang. An der Steinmetz-Fachschule Mayen wurde er schließlich Steinbildhauermeister. Seit 19 Jahren lebt Matthias Contzen in Portugal. Hier arbeitet er im Centro International de Escultura in Lissabon und stellt dort auch aus. Hinzu kommen internationale Gruppenausstellungen in Kanada, Japan, Frankreich, Niederlande, Deutschland sowie in Portugal. 2002 erhielt er den ersten und höchstdotierten Skulptur-Preis Portugals.


Offizielle Eröffnung des Verwaltungssitzes am 8. September
Ihren Verwaltungssitz in der St.-Veit-Straße in Mayen baut die Volksbank RheinAhrEifel seit Winter 2014 neu beziehungsweise um. „Wir investieren hier insgesamt 10,8 Millionen Euro und bekennen uns damit ganz klar zu unserem Standort Mayen“, erklärt Vorstandsmitglied Markus Müller, der Bauprojekt federführend betreut. „Genauso wie unsere historische Fassade, die in den Neubau integriert ist, ist auch die Skulptur ein unvergängliches Zeichen Mayener Steinmetzkunst, die bis heute noch lebendig gehalten wird.“ Vor knapp einem Jahr wurde der Neubau mit der integrierten historischen Fassade bezogen, für den 8. September ist die offizielle Eröffnung nach der Sanierung des jetzigen Altbaus geplant. Der Parkplatz, auf dem die Basaltsäule steht, wurde komplett neu gestaltet. Er verfügt über 70 Plätze und ist über eine weitere neue Zufahrt von der St.-Veit-Straße aus erreichbar.